Philosophie

Mein Menschenbild ist durch die humanistischen Therapierichtungen, vor allem aber durch das Psychodrama geprägt. Wie J.L. Moreno vertraue ich auf die heilende Kraft der Spontanität und Kreativität, über die jeder Mensch verfügt. Wo diese Kräfte blockiert sind, sehe ich es als meine Aufgabe, den KlientInnen zu helfen, sie wieder in Bewegung zu bringen. Dabei erlebe ich das Lachen genauso wie das Weinen als wichtiges Moment. Am Psychodrama-Ansatz gefällt mir auch, dass nicht von einer Pathologie, einer Krankheitslehre, sondern von eine Gesundheitslehre ausgegangen wird. So richte auch ich all meine Aufmerksamkeit auf die Stärkung und Entwicklung der gesundheitsfördernden Kräfte der Person, mit der ich arbeite.


Philosophie

An der Verhaltenstherapie schätze ich ihr Vertrauen auf die menschliche Lernfähigkeit. Es hilft bei der Ent-Dramatisierung, also beispielsweise beim Umgang mit problematischen Verhaltensweisen, wenn wir sie als Ergebnis von Lernprozessen betrachten. Denn dann eröffnen sich konkrete Möglichkeiten, etwas Gelerntes loszulassen, um dafür etwas anderes zu lernen, oder auch Lernprozesse nachzuholen, die noch gar nicht stattgefunden haben.

Aus dem Nachdenken über feministische Therapieansätze gewinne ich die Vorstellung, dass weibliche Freiheit dort entsteht, wo Frauen sich mit dem, was ihnen jeweils „eigen“ ist, in die Welt einbringen. Dieser Ansatz trifft sich an vielen Stellen mit dem Denken des Psychodramas, auch dort, wo betont wird, dass diese Kräfte nur im Rahmen des Beziehungsgeflechts mit anderen Menschen wirken und sinnvoll umgesetzt werden können.


Philosophie

Es ist mir insbesondere für die Arbeit mit Frauen das Denken der Verschiedenheit unter Frauen wichtig. Im Gleichheits- und Solidaritätsdenken sehe ich die Gefahr der Konfliktvermeidung nach innen und der Frontenbildung nach außen.

Das wesentliche Anliegen meiner Arbeit ist es, meinen KlientInnen die Bedeutung und das Zusammenspiel von Authentizität, Eigenverantwortlichkeit, Unabhängigkeit und Achtsamkeit zu vermitteln. Die Entwicklung dieser Qualitäten ermöglicht mehr Lebendigkeit, Lebenskraft und Lebensfreude und eine Grundlage für seelische Gesundheit wird geschaffen.