Philosophie

An der Verhaltenstherapie schätze ich ihr Vertrauen auf die menschliche Lernfähigkeit. Es hilft bei der Ent-Dramatisierung, also beispielsweise beim Umgang mit problematischen Verhaltensweisen, wenn wir sie als Ergebnis von Lernprozessen betrachten. Denn dann eröffnen sich konkrete Möglichkeiten, etwas Gelerntes loszulassen, um dafür etwas anderes zu lernen, oder auch Lernprozesse nachzuholen, die noch gar nicht stattgefunden haben.

Aus dem Nachdenken über feministische Therapieansätze gewinne ich die Vorstellung, dass weibliche Freiheit dort entsteht, wo Frauen sich mit dem, was ihnen jeweils „eigen“ ist, in die Welt einbringen. Dieser Ansatz trifft sich an vielen Stellen mit dem Denken des Psychodramas, auch dort, wo betont wird, dass diese Kräfte nur im Rahmen des Beziehungsgeflechts mit anderen Menschen wirken und sinnvoll umgesetzt werden können.